Ratgeber & Prozess: Dein Weg zu smarten Ergänzungen.

Keine Nutella-Glitzer-Versprechen. Sondern faktenbasierte Entscheidungshilfen für Sportler, die ihre Ergebnisse ernst nehmen. Von Wirkstoff-Aufklärung bis zur praktischen Umsetzung – hier bekommst du das Rüstzeug, um deine Gym-Supplemente sinnvoll zu nutzen.

Der Wirkstoff-Kompass

Ein kritisches Lexikon. Was wirklich wirkt, für wen – und was im Angebot bleiben kann.

C

Kreatin-Monohydrat

Die am besten erforschte Substanz für Kraft und Muskelentwicklung.

Für wen?

Anfänger bis Fortgeschrittene, die Kraftzüge ausführen.

Unsere Einschätzung:

„Das Fundament. 3-5g täglich, Timing ist egal. Günstig, effektiv. Unser Basiskreatin ist rein – kein Füllstoff-Doping.“

A

BCAAs vs. EAAs

Die Aminosäuren-Falle. Ein vollständiges Profil ist effektiver.

Für wen?

BCAAs nur bei strengem Kaloriendefizit. EAAs generell sinnvoller.

Unsere Einschätzung:

„Viele BCAA-Produkte sind überteuert. Wir empfehlen stattdessen hochwertige konzentrierte Proteine oder reine EAAs als Backup.“

K

Koffein

Primärer Treiber für Energie für Training.

Für wen?

Jeder, der einen Energie-Kick braucht, aber Toleranz achten.

Unsere Einschätzung:

„Zyklisches Dosing: 5 Tage an, 2 Tage Pause. So bleibt die Wirkung erhalten. Unser Pre-Workout listet die exakte Menge pro Serving.“

!

„Proprietary Blends“

Undurchsichtige Mengenangaben sind ein Warnsignal.

Was ist das?

Z.B. „Energy Matrix 1500mg“ – was davon ist Koffein? Unklar.

Unsere Einschätzung:

„Bei uns wird nach der Zutatenliste gekauft. Jede Zutat mit ihrer exakten Dosis. Keine Geheimnisse.“

Wirkstoff-Trade-offs

Kosten vs. Purity

Günstiges Kreatin mit Füllstoffen vs. reines Monohydrat. Mitigation: Auf Zutatenliste schauen. 100% reine Produkte sind oft nur minimal teurer pro Gramm.

Breitband vs. Single-Ingredient

„All-in-One“-Pulver sind praktisch, aber die Dosierungen sind selten optimal. Mitigation: Wähle Einzelstoffe für eine gezielte Deckung von Defiziten.

Geschmack vs. Unbelastet

Viele Aromen enthalten Füllstoffe oder Süßstoffe. Mitigation: Starte mit unparfümierten Varianten (z.B. reines Kreatin) für maximale Kontrolle.

Szenario: Der Spätstarter

Markus, 42, nimmt nach 5 Jahren Arbeitspause wieder das Gym in Kauf. Budget ist knapp, Zeit am Morgen kürzer. Er fragt sich: „Brauche ich wirklich ein Pre-Workout oder reicht ein einfacher Proteinshake?“ Sein Coach rät: Fokus auf Protein und Kreatin (Stufe 1 des 3-Stufen-Modells). Kein teures „Energy“-Pulver. Die ersten 3 Monate entscheiden, ob die Routine hält. Die Energie kommt vom training – die Ergänzung sichert den Aufbau.

Entscheidungskriterien (Stufenformel)

1
Transparenz: Ist jedes Verhältnis angegeben? Kein „Blend“.
2
Reinheit: Werden Laborteste von dritter Partei angeboten?
3
Preis pro Dosis: Nicht Gesamt-Packung, sondern effektiver Preis.
4
Herstellung: EU/Deutsche Standards vs. unbekannte Importe.

Das 3-Stufen-Modell

Ein pragmatischer Fahrplan, um Ernährungsergänzungen schrittweise in deinen aktiven Lebensstil zu integrieren. Kein Sprint, sondern ein Marathon.

Stufe 1: Die Basis (Monate 1–3)

Ziel ist Gewöhnung und die erste, spürbare Unterstützung für Muskelentwicklung und Regeneration. Keine „saubere“ Diät sollte hier überflüssig sein.

  • Protein: Deckt Lücken, fördert Sättigung. Gute Quellen: Molkenprotein (schnell) oder Casein (langsam).
  • Kreatin-Monohydrat: 3-5g täglich. Die am besten belegte Substanz für Kraftzuwachs.
Stufe 1 Basissupplemente

Stufe 2: Die Optimierung (Monate 4–6)

Nach der Stabilisierung der Basis. Fokus auf gezielte Substanzen, die spezifische Trainingsanforderungen adressieren.

  • Beta-Alanin: Für Ausdauerleistung. Reduziert die Ermüdung bei intensiven Sätzen.
  • Omega-3 (EPA/DHA): Unterstützt die Regeneration und kann entzündungshemmend wirken.
Stufe 2 Optimierungsprodukte

Stufe 3: Die Feinjustierung (ab Monat 7)

Anpassung an saisonale Ziele oder spezifische Phasen (z.B. Definitions- vs. Aufbauphase). Hier wird individuell.

  • Vitamin D3: Besonders im Winter. Wichtig für das Immunsystem und die Knochengesundheit.
  • Pre-Workout (koffeinhaltig): Gezielte Energie, wenn die Basis steht. Zyklisch einsetzen.
Stufe 3 Feinjustierung

Bist du bereit für die Basis?

Schließe dich den vielen Aktiven an, die mit einfachen, wirksamen Grundprodukten starten. Einfach, transparent, wirksam.

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Häufige Fehler vermeiden

Drei klassische Fallstricke, die selbst Fortgeschrittene treffen – und wie du sie umgehst.

Die „Vielfraß“-Einstellung

Zu viele neue Produkte gleichzeitig einzuführen. Wenn kein Ergebnis eintritt, weißt du nicht, was schuld war.

So umgehst du es: Ändere maximal eine Zutat pro Monat. Hält schriftlich, was du nimmst und wie du dich fühlst. Geduld ist Teil des Trainings.

Die Grundernährung vernachlässigen

Pulver sind ein Tool, nicht die Basis. Eine Ernährung ohne frisches Gemüse, Vollkorn und gute Fette kann kein Supplement ausgleichen.

So umgehst du es: Frage dich: „Habe ich heute gefrühstückt, bevor ich an den Shaker denke?“. Supplements sollen Lücken schließen, keine Mahlzeiten ersetzen.

Das „Bling“-Produkt kaufen

Teure Verpackungen, exotische Zutaten mit mäßigem Evidenzgrad und „Proprietary Blends“ erhöhen den Preis, nicht die Wirksamkeit.

So umgehst du es: Priorisiere reine Basis-Stoffe (Kreatin, Protein) vor komplexen Formeln. Vergleiche den Preis pro funktioneller Dosis.

Unser Terminus-Katalog

Wir streben keine „Wissenschaftsprüfung“ an – aber klare Sprache hilft bei der Auswahl. Hier sind five Begriffe, die häufig vorkommen.

  • Bioverfügbarkeit

    Wie viel des konsumierten Wirkstoffs vom Körper tatsächlich aufgenommen wird. Beispiel: Chelat-Magnesium ist besser verfügbar als günstiges Oxid.

  • Beta-Alanin

    Vorstufe von Carnosin. Buffert Säure im Muskel, hilft bei Sätzen bis zur Ermüdung. Unser Take: Hilft, reicht aber nicht allein für Ausdauer.

  • EW-Neutral-Einheit

    Klassisches Maß für Proteinqualität in Deutschland. 1 EW (Eiweißeinheit) = etwa 0.8g hochwertiges Protein. Ein praktischer Umrechnungsfaktor.

  • Proprietary Blend

    Marketing-Terminus für eine Mischung, bei der nur die Gesamtmenge steht. Wir sehen es als Warnzeichen für mangelnde Transparenz.

Unser Prinzip der Eindeutigkeit

Auf unserer Produkte-Seite findest du keine „Blends“. Stattdessen: Ein einzelner Wirkstoff, eine klare Dosis, ein verständlicher Nutzen. Wir glauben, dass Klarheit Vertrauen schafft.

„Ein Produkt, das alles kann, kann oft nichts richtig. Deshalb fokussieren wir uns auf das, was nachweislich wirkt.“

Noch Fragen zum Konzept?

Wir sind kein Großkonzern. Wir sind ein Team aus Sportlern, die wissen, was im Alltag zählt. Schreib uns oder ruf an – wir helfen dir, die richtige Entscheidung für dich zu treffen.

Kontakt aufnehmen
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